Verbindungsprobleme mit WebRTC (Online-Meeting)

Mit WebRTC unterstützt Dein Browser die Echtzeitkommunikation, ohne dass Du eine zusätzliche Anwendung installieren musst. In Case nutzen wir dies, um Videokonferenzen und Webchat zu ermöglichen.  Dazu muss WebRTC im Browser aktiviert und störungsfrei sein. Hier findest Du ein paar Hinweise, um eventuelle Probleme einfach lösen zu können.

Die Grundvoraussetzungen

Hardware

Altbekannte Probleme sind selbstverständlich bei WebRTC auch dabei. Ein schlechtes Mikrofon bleibt ein schlechtes Mikrofon und Gleiches gilt natürlich auch für die Kamera. Um anständige Webinare geben zu können oder in Konfernzen gut verstanden zu werden, sollte ein wenig investiert werden. Auch wenn die Kameras in Smartphones mittlerweile gut ausgestattet sind, reichen diese oft doch nicht für ordentliche Videoübertragungen im professionellen Umfeld.

Software

Während auf Desktop Computern mittlerweile fast alle Hersteller WebRTC untersützen ist es im mobilen Umfeld noch sehr exotisch. Selbst wenn es angekündigt wurde und ein Bild teilweise aufgebaut wird, bedeutet dies noch lange keine vollständige Kompatibilität. Desktop Browser insb. Firefox, Chrome oder Iridium schaffen eine solide Basis um Konferenzen oder Webinare abhalten zu können.

Probleme mit der Verbindung

Niedrige Bandbreite

Eine Schlechte Internetverbindung muss nicht zwangsläufig mit niedriger Bandbreite zu tun haben, jedoch sollte diese nicht unterschätzt werden. Das grundlegende Funktionsprinzip von WebRTC ist Peer-to-Peer. Dies bedeutet, dass sich alle Teilnehmer direkt über den Browser miteinander Verbinden, je mehr Teilnehmer also in einer Sitzung sind, desto mehr Bandbreite wird benötigt.

Um dies zu verbessern, kann ein STUN/TURN- Server eingesetzt werden, der das Signal nicht nur verstärkt, sondern auch das Mediensignal auf weitere Teilnehmer verteilt. Dies reduziert die benötigte Bandbreite jedes einzelnen Teilnehmers und sorgt für stabilere Verbindungen.

Firewall, NAT, Quality of Service

Solange eine WebRTC-Verbindung innerhalb eines lokalen Netzwerkes (innerhalb des Unternehmens) läuft, ist eine Verbindung meistens problemlos möglich. Wenn jedoch das Mediensignal in das Internet übertragen wird oder von dort empfangen werden soll, treten schnell eine Reihe von Problemen auf. Eine entsprechend konfigurierte Firewall kann dafür sorgen, dass Verbindungen sogar gänzlich unterbunden werden oder einzelne Datenpakete auf dem Weg zum Ziel verloren gehen.

Hinter einem NAT befindlichem Netzwerk kann ein Verbindungsabbruch alleine auf Basis der Technologie für Probleme sorgen, da eine direkte Verbindung der Teilnehmer nur möglich sind, wenn die Infrastruktur dies auch zulässt.

Auch spielt insbesondere bei Streamingdaten der Quality of Service eine große Rolle. Durch dieses Verfahren werden entsprechende Datenpakete anders priorisiert als z.B. das normale Surfen im Internet.

Stelle sicher, dass Dein Netzwerk / Router ensprechend eingerichtet und für WebRTC vorbereitet ist. Auch hier kann ein STUN/TURN- Server bedingt Abhilfe schaffen, um infrastrukturellen Problemen entgegen zu wirken.

Probleme mit dem Browser

WebRTC ist im Browser deaktiviert

Standardmäßig ist die WebRTC Funktion im Browser aktiviert. Es kann jedoch vorkommen, dass Du diese Funktion un-/absichtlich deaktiviert hast.

WebRTC in Firefox wieder aktivieren

  1. Gib about:config in die Adressleiste ein
  2. Klicke auf die angezeigte Schaltfläche "Ich bin mir der Gefahren bewusst!"
  3. Gib media.peerconnection.enabled in die Suchleiste ein
  4. Klicke ggf. doppelt, um den Wert auf ‘true’ zu ändern

Plugins verhindern den Start der Funktion

Plugins im Browser können eine schöne Sache sein und erweitern zumeist den Funktionsumfang. Jedoch gerade bei Sicherheitsplugins kann dies unerwünschte Folgen haben, wie z.B. bei "WebRTC Control" oder "Disable WebRTC".

Kontrolliere Deine Einstellungen bei allen einzelnen Plugins und Erweiterungen und deaktiviere bzw. lösche diese, falls es zu keiner Verbindung kommt.

Rechte für die Seite wurden verweigert

Sofern Du nicht den Haken bei "Entscheidung merken" angeklickt hast, erscheint bei jedem Aufruf der Funktion in Case ein Dialog im Browser, der fragt, ob der Zugriff auf Kamera und Mikrofon erlaubt werden soll. Sollte dies dauerhaft nicht erlaubt worden sein, kannst Du den Aufruf mit einen Klick auf das Kamera-Symbol wieder hervorrufen und die entsprechende Erlaubnis erteilen.

Fehlende HTTPS Verschlüsselung

Um eine Verbindung sicher aufbauen zu können, muss die Webseite auf der Du WebRTC nutzt (also Deine Case-Installation), sicher sein. Viele Browserhersteller setzen dabei eine HTTPS verschlüsselte Seite voraus. Du musst sicherstellen, dass dies bei der Website, über die Du Deine Case-Installation erreichst, der Fall ist. Du erkennst dies an dem grünen Schloss in der Adresszeile und dem Präfix https:// vor dem Domainnamen.

Iridium Browser

Empfehlung

Datensparsamer Browser auf Chrome-Basis, optimiert für WebRTC, Sicherheit und Privatsphäre


Case ist ein Produkt der: